
Zeitschleifen, 2017-2018
Die Serie „Zeitschleifen“ (2017–2018) fasst Zeit als Wiederkehr, nicht als Linie. Transparente Farbschichten legen sich übereinander wie Durchläufe eines Experiments, in denen sich Spuren verstärken oder verlieren. Bögen, Ringe und harte Einschnitte wirken wie Umlaufbahnen, die den Raum binden und zugleich öffnen. Am Ende steht Verdichtung: ein Zustand, der bleibt, obwohl alles in Bewegung ist.
Die Serie umfasst achtzehn Blätter im Format 47 × 31 cm. Mischtechnik bedeutet hier, dass auf demselben Blatt mehrere Materialien zusammenkommen: durchscheinende Lasuren neben deckend aufgetragener Farbe. Weil man durch die lasierten Stellen hindurchsieht, lässt sich am fertigen Blatt ablesen, in welcher Reihenfolge gearbeitet wurde. Die Zeichnung zeigt also mit, wie sie entstanden ist.
Der Titel meint eine Bewegung, die zurückkehrt, ohne genau dort anzukommen, wo sie begonnen hat. Die übereinandergelegten Bögen und Ringe wiederholen sich, doch keine Bahn deckt sich mit der vorherigen. Aus dieser kleinen Abweichung entsteht der Eindruck von vergehender Zeit.
Aus der Nähe erkennt man die einzelnen Striche. Tritt man einen Schritt zurück, fügen sie sich zu einer durchgehenden Bewegung. Beides zugleich zu sehen ist nicht möglich, und dieser Wechsel gehört zur Erfahrung der Arbeiten.


Zeitschleife 2

Zeitschleife 3

Zeitschleife 4

Zeitschleife 5

Zeitschleife 6

Zeitschleife 7

Zeitschleife 8

Zeitschleife 9

Zeitschleife 10

Zeitschleife 11

Zeitschleife 12

Zeitschleife 13

Zeitschleife 14

Zeitschleife 15

Zeitschleife 16

Zeitschleife 17
