
Kontaktzonen 2010-2012
Serie, Mischtechnik auf Papier, 45 × 50 cm
Transparente Körper treffen auf Kreise, Gitter und Farbfelder, als wären es Messflächen einer stillen Versuchsanordnung. Figuren und Tiere stehen wie Zeugen im Bildraum, während Nähe und Distanz die Form ständig verschieben. Jede Arbeit wirkt wie ein Protokoll: Der Raum wird zur Bühne, und die Farbe markiert die Kräfte, die zwischen allem ziehen.
Die Serie besteht aus fünfzehn Arbeiten in Mischtechnik auf Papier, 45 × 50 cm, entstanden zwischen 2010 und 2012. Das fast quadratische Format bevorzugt keine Richtung: Es gibt kein eindeutiges Oben und kein Unten, an dem sich der Blick festhalten könnte.
Als Kontaktzone bezeichnet man den Bereich, in dem zwei Dinge einander berühren, ohne ineinander überzugehen. Genau dort liegt in diesen Blättern die Spannung: zwischen Figur und Raster, zwischen Körper und Farbfeld, zwischen dem Gezeichneten und der Fläche, die daneben unbearbeitet bleibt.
Die Gitter und Kreise stammen aus der Bildsprache naturwissenschaftlicher Messung, doch gemessen wird nichts. Sie legen ein Ordnungssystem über den Bildraum, an dem sich die Figuren reiben. Was zwischen den Dingen wirkt, bleibt unsichtbar und ist nur an seinen Folgen abzulesen.


Kontaktzonen, Serie, Farbstift auf Papier, 2010-2012 2

Kontaktzonen, Serie, Farbstift auf Papier, 2010-2012 3

Kontaktzonen, Serie, Farbstift auf Papier, 2010-2012 4

Kontaktzonen, Serie, Farbstift auf Papier, 2010-2012 5

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