
Strukturen des Imaginären, 2010
„Strukturen des Imaginären“ ist eine Serie farbstiftbasierter Arbeiten auf Papier von 2010. Filigrane Linien, dynamische Formen und subtile Farbspiele bilden ein komplexes Geflecht visueller Ideen zwischen Abstraktion und narrativer Andeutung. Bei genauer Betrachtung öffnen die Kompositionen weitere Strukturen und Muster, als hätten Gedanken und Vorstellungen eine sichtbare Ordnung angenommen. Die Blätter laden dazu ein, Räume zu betreten, in denen Logik, Fantasie und Wahrnehmung aufeinandertreffen – Teil einer fortlaufenden Arbeit an der Übersetzung immaterieller Prozesse in konkrete Form.
Zur Serie gehören fünfzehn Blätter in Farbstift auf Papier, 58 × 70 cm, entstanden 2010 – im selben Jahr wie die „Dynamiken des Imaginären“. Beide Serien untersuchen dieselbe Frage von zwei Seiten: hier das Gefüge, dort die Bewegung, die es in Gang hält.
Mit dem Imaginären ist nicht das Ausgedachte gemeint. Gemeint sind jene Vorstellungen, die sich bilden, bevor man sie benennen kann, und die dennoch einer Ordnung folgen. Sichtbar wird diese Ordnung erst, wenn man ihr eine Form gibt – genau das leisten diese Blätter.
Die Arbeiten geben ihre zweite Ebene nicht sofort preis. Aus einigem Abstand sieht man ein Geflecht aus Linien; erst aus der Nähe treten die feineren Strukturen hervor, die es tragen. Dieser Wechsel zwischen Überblick und Detail ist keine Zugabe, sondern die eigentliche Erfahrung, die die Serie anbietet.


Strukturen des Imaginären 2

Strukturen des Imaginären 3

Strukturen des Imaginären 4

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